Geschichte

 

Die weltberühmte Basilika St.Georg und Pankratius direkt an der Straße der
Romanik und das Hotel Stadtschloß Hecklingen bilden ein imposantes Ensemble.

 

Hecklingen liegt an der "Straße der Romanik" 3 km westlich von Staßfurt und 10 km nördlich

 

von Aschersleben hat heute wieder knapp 4000 Einwohner mit zunehmender Tendenz.

Die Entstehung des Ortes ist eng mit der Geschichte des Klosters verbunden, das als "Kloster
Kakelingen" 1140 erstmals erwähnt wurde. Der Name Hecklingen erschien urkundlich zuerst
in einer am 18. April 1176 vom Erzbischof Wichmann von Magdeburg ausgestellten
Urkunde. Herzog Albrecht II. von Sachsen vermachte dem Kloster seinen Hof in Hecklingen.

Die Geschichte Hecklingens ist nicht zu trennen von dem 2 km nördlich gelegenen,
ehemaligen Kirchdorf und Schloss Gänsefurth, das 1159 erstmalig urkundlich erwähnt und
durch Fürst Bernhard von Anhalt im März 1461 mit dem Dorf Hecklingen (nicht dem
Kloster) und allen seinen Liegenschaften an Claus v. Trotha (V.,114) verkauft wird.

Nach fast 900 Jahren überwiegend landwirtschaftlicher Nutzung profitierte der Ort Ende des
19. Jahrhunderts mit einer großen Zunahme der Einwohnerzahl von der im drei Kilometer
entfernten Staßfurt erfolgten Eröffnung des ersten Kalischachtes der Welt. Das und der 1919
erfolgte Kauf des gesamten Dorfes Gänsefurth mit Ländereien, Schloss und dem berühmten
Mineralbrunnen von Thilo Otto v. Trotha, verschaffte der Kommune 1928 das Stadtrecht.

Schloss Hecklingen, ursprünglich Wirtschaftshof des säkularisierten Benediktinerinnen-
Klosters Hecklingen, wurde 1571 von Christoph v. Trotha (145, VIII.) auf Gänsefurth für
23.000 Taler erworben.





Daraufhin wurde das Schloß auf dem Gelände des ehemaligen Klosters erbaut. Etwa 1617
begann Wolf-Friedrich von Trotha mit dem Schlossausbau. Er erweiterte und erneuerte ein
noch vorhandenes Klostergebäude, wahrscheinlich das Küchenhaus. So entstand der
Renaissanceflügel mit dem kleinen Turm, wie er heute noch zu besichtigen und zu begehen
ist.
Erst etwa 100 Jahre später erhielt das Schloß seine heutige Form. In dieser Zeit erbaute Thilo
Lebrecht von Trotha den Barockflügel, der 1721 fertig gestellt wurde.





Der Hauptflügel mit 11 Achsen ist zweigeschossig und wurde 1887 unter Wahrung des
barocken Charakters erneuert. Höhepunkt ist der Festsaal im 1. Obergeschoss aus dem Jahre
1719, mit seinem reichen figürlichen Stuckornament und der Deckenmalerei. Ebenfalls im
Festsaal befindet sich noch heute ein Porträt des Erbauers Thilo Lebrecht und ihm gegenüber
das seiner Ehefrau Amalie v. Pfuel.

Gut Hecklingen war von 1461 bis 1945 also über 484 Jahre im Besitz der Familie von Trotha.

Heute ist der barocke Festsaal, im Hotel Stadtschloß Hecklingen, Ort vielfältiger Veranstaltungen und Familienfeiern.

Weitere Informationen: http://www.trotha.de